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Allgemeines über Vogelspinnen

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Vogelspinnen (Theraphosidae)

Was ist eine Vogelspinne?
Vogelspinnen habe wie alle Spinnen 8 Beine, 2 Taster und 2 Mundwerkzeuge oder auch Chelizeren genannt. Ausserdem werden sie gegenüber der uns bekannte Hausspinnen relativ gross, sind behaart, haben 8 Augen und 4 Spinnwarzen. Bisher kennen wir ungefähr 900 Vogelspinnenarten, welche
weltweit in den Tropen und Subtropen zu finden sind. Ihre Namen erhielten sie nach einem Kupferstich der Naturforscherin Sybilla Merian, auf welchem eine Vogelspinne mit einem erbeuteten Kolibri abgebildet war. Sie ernähren sich von Insekten, Reptilien, Mäusen und tatsächlich auch von kleinen Vögeln.
Es gibt baum- und bodenbewohnende Arten. Die weltweit grösste Vogelspinne erreichte eine Körperlänge von 12 cm und eine Spannweite von 30 cm.

Poecilotheria subfusca

Abbildung: Poecilotheria subfusca, Sri Lanka -

Sind Vogelspinnen giftig und gefährlich?
Die meisten Vogelspinnen sind für Menschen relativ harmlos. Der Biss als solches kann je nach Ort des Bisses schon sehr schmerzhaft sein, denn die Chelizerenklauen der grösseren Vogelspinnenarten werden bis zu 1,5 cm lang.
Die Auswirkungen des Giftes entsprechen im Normalfall etwa dem Stich einer Biene oder Wespe.
Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen (Allergiker).
Es gibt allerdings asiatische Arten wie auch die Tigervogelspinne, deren Gift je nach Konstitution der gebissenen Person zu starken Muskelkrämpfen und Benommenheit führen kann. Einige amerikanische Vogelspinnenarten bombardieren ihre Feinde mit Brennhaaren, welche auf dem Hinterleib sitzen und kleine Widerhaken tragen. Diese Brennhaare können Entzündungen und allergische Reaktionen hervorrufen.

Vogelspinnen als Haustiere
Da Vogelspinnen durch ihre Grösse sehr attraktiv und häufig wunderschön gezeichnet sind, werden sie von Liebhabern gern gehalten. Sie sind sehr robust und können in Terrarien gehalten werden.
Für eine bodenbewohnende Art sollte eine Grösse (B x T x H) von 30 x 30 x 20 cm; und eine baumbewohnende Art eine Grösse von 20 x 20 x 40 cm ausreichend sein. Man hält diese vorzugsweise einzeln, da ansonsten bald nur noch eine übrig sein wird.
Allerdings hat natürlich jede Art ihre "Bedürfnisse" betreffend Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Ausstattung ihrer Behausung, auf die man bei der Haltung unbedingt achten sollte.
Viele Besitzer von Vogelspinnen züchten diese auch mit Erfolg nach. Da einige Arten heutzutage bereits vom Aussterben bedroht sind, erachte ich dieses Streben als weitsichtig, denn dann werden hoffentlich die importierten Wildfänge nicht mehr so gefragt sein.
Ich bin jedoch dagegen, wenn verschiedene Arten miteinander gekreuzt werden.

Uebrigens
Viele Menschen und ganz besonders Frauen leiden unter der Spinnenphobie (Arachnophobie), deren Ursprung sicherlich bei unseren waldbewohnenden Vorfahren zu suchen ist. Wobei auch viele Legenden, die enorme Grösse der Vogelspinnen und ihre zahlreichen Nebenrollen in Gruselfilmen diese Angst noch verstärken.